Die Kirche in der Mauergasse 22 ist täglich zur Besichtigung geöffnet.
Die katholische Kirche in Meiningen steht an der Stelle eines älteren, bescheidenen Diaspora Kirchleins, das die kath. Gemeinde im Jahre 1881 aus einem Tanzlokal errichtet hatte.
Durch die entscheidende Mithilfe der Mutterdiözese Würzburg, zu der das Meininger Land seit dem Jahre 1007 gehört, konnten in den Jahren von 1967 bis 72 das Schwesternhaus und die Kirche von Grund auf erneuert werden.
Am 13. Mai 1972 weihte Bischof Hugo Aufderbeck (Erfurt) die Kirche auf den Titel: "Unsere Liebe Frau". Mit diesem Patrozinium wurde eine alte Meininger Tradition weitergeführt.
Unser Kirchenbau ist seiner äußeren Erscheinung nach das Ergebnis einer gut funktionierenden Teamarbeit. Architekt, Künstler, Pfarrer und Gemeinde konnten ihre Anliegen und Vorstellungen einbringen. Die erzwungen lange Bauzeit gab die Möglichkeit zur Erprobung vieler Vorschläge am Modell. Die Planung ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern gewachsen. Niemand konnte am Anfang wissen, was am Ende sein würde. Die Hilfe und Führung Gottes war an vielen kritischen Punkten zum Greifen deutlich. Dieser Bau ist ein Bau der großen und kleinen Wunder.
Auf einen Turm wurde bewußt verzichtet. Die örtlichen Verhältnisse legten einen fast quadratischen Grundriß nahe. Die stumpfwinkelige Altarrückwand gibt die Möglichkeit, den Altarraum in den Gesamtraum zu integrieren; der bauliche Ausdruck eines veränderten Kirchenbegriffes, wie er im Vatikanischen Konzil formuliert wurde.
Architekt der Kirche ist Herr Armin Trautmann, Meiningen. In seiner Hand lagen Gesamtentwurf, Statik, Gestaltung, Projektierung, Bauleitung und Organisation. Ihm gelang es, die Weite von 20 Metern ohne Stützen zu überspannen. So entstand eine weite, lichte Halle ohne störende Elemente.
Mit 300 Sitzplätzen genügt der Kirchenraum den derzeitigen Anforderungen des Gemeindelebens. Die großzügige Aufteilung und die energische Zentrierung des Raumes auf den Altar hin wirkt wohltuend und ist bei gefüllter Kirche hilfreich für die feiernde Gemeinde.
Werner Nickel aus Nienburg
Er fand die Gestaltung der Altarwand mit einer Art Rosette, die seitlich aus gezogen ist und auf diese Weise den Blick des Beschauers auf fängt, nach innen geleitet und schließlich über das Kreuz zum Altar führt. Ferner schuf er den Grundriß der Altarinsel, die Sedilien, den Altar der Kapelle und die Gestaltung der Kirchentüren.
Werner Schubert aus Friedrichroda
Aus seiner Hand stammen Altar, Sakramentshaus Marienrelief und in Zinngießerei Ambo, Altarleuchter und Weihwasserbecken. Altar und Sakramentshaus sind bewußt aus dem gleichen Stein (Löbauer Granit) gehauen, wodurch die Zusammengehörigkeit der eucharistischen Punkte sofort erkennbar ist. Der Altarblock wiegt ca. 8 Tonnen. Er wurde in wochenlanger Arbeit vom Künstler an Ort und Stelle behauen.
Christof Grüger aus Schönebeck
Er ist der Schöpfer der Fenster, besser gesagt:: der Glaswände und der künstlerische Berater für den ganzen Raum. In der relativ seltenen Betonglastechnik formte er in abstrakter Malweise das Gesamtthema: Schöpfung (Fassade) - Erlösung (linke Längswand) - Vollendung (Altarwand). Beim Betrachten des Erlösungsfensters ist auch das Thema „Maria im Erlösungswerk ihres Sohnes“ oder, wie es die Kirchenväter formuliert haben, die Linie „Eva - Maria - Kirche“ spürbar. Diese Thema ist im Blick auf den Titel der Kirche gewählt.
Orgel
Die Orgel ist ein Werk des VEB Orgelbau Dresden (früher und heute F. Jemlich) und ist von der Konstruktion her ein Werk mit mechanischer Traktur. Sie besitzt 2 Manuale, 21 klingende Register und 1150 Pfeifen. Sie wird von den Fachleuten als besonders gelungenes Werk bezeichnet.
Die Kirche wird durch eine elektrische Nachtspeicher-Fußboden-Heizung beheizt.
Der eingeschossige Anbau außerhalb des Kirchenraumes enthält eine Werktagskapelle, den Schaltraum für die elektrische Anlage und die Sakristei. Diese Räume geben der Gesamtanlage - besonders für den Vollzug des gottesdienstlichen Lebens - die Vollendung. Vom Pulverrasen aus betrachtet (jenseits der Werra) bildet die starke Betonung der horizontalen Linie mit der überragenden Spitze des Hauptbaukörpers eine architektonisch interessante Lösung.
Gut gelungen ist auch die Straßenfassade der Kirche. Die ungewohnten Dimensionen (20 Meter breit) sind durch riesige Fensteröffnungen und die Doppeltüranlage aus Kupferblech aufgefangen und harmonisch gegliedert. Der Entwurf dafür wurde durch das Dombauamt Erfurt erarbeitet.
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Herzliche Einladung zum Kinderkirchentag nach Helmershausen am 28. August 2010
Gottesdienste im Seniorenheim (AWO - Seniorenweg 3
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