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Augenblick mal...
Gedanken, Meditationen, Predigten - Archiv

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26.09.2011

Oktober-November 2011

Liebe Leserin und lieber Leser!

"Wo wir gehn und stehn, kann es jeder sehn. Was ist nur mit dem Baum geschehn? - Man kann kein grünes Blatt mehr sehn. Sie sind jetzt gelb und rot und braun, ihr braucht nur hin zu schaun. Die Blätter schaukeln hin und her. Der Herbstwind pustet immer mehr. Was ist denn mit den Blättern los? - Sie fallen in das Moos".

So bestaunen die Kleinen in einem Kinderlied den Herbst mit seinen Farben und fallenden Blättern. Und ich als Erwachsener wundere mich, dass Frühling und Sommer schon wieder hinter mir liegen und nun ist langsam Herbstzeit.

Und Herbstzeit ist Erntezeit. Da werden nicht nur die Blätter bunt, auch die Früchte leuchten und wir feiern Erntedank und können dem Schöpfer aller guter Gaben Danke sagen für Ein- und Auskommen, für Ernährung und Gesundung, für Hoffnung und Mut.

Aber dann auch das Andere: „Dieser schreckliche November, den brauchte es meinetwegen nicht zu geben! Am liebsten würde ich verreisen“, stöhnt ein Freund. Und ich stimme ihm zu. Der November wird wohl niemals mein Lieblingsmonat werden. Vieles scheint dann grau, dunkel und kalt, der Winter ist dann auch nicht mehr weit und die Themen der Gottesdienste in diesen letzten Wochen des Kirchenjahres tragen auch nicht gerade zur Freude bei: Gericht und Buße, Trauer und Tod. Sogar ein befreundeter Arzt, ansonsten eine echte Frohnatur, klagt, dass dann auch die Patientinnen und Patienten wieder extrem schlechter Stimmung sein werden. Ich versuche ihn aufzuheitern, indem ich ihn an den Advent erinnere: an Kerzenschein und Glühweinduft…

Erst im Nachhinein merke ich, was ich da eigentlich versucht habe:
den November in Gedanken auszublenden.

Und dann mache ich für mich ein kleines Experiment. Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn es den November tatsächlich nicht mehr gäbe, wenn auf den Oktober gleich der Dezember folgen würde … Das wäre auch nicht gut, denke ich mir. Da würde etwas Wichtiges fehlen – das Verstehenkönnen der Lebensrhythmen: von hell und dunkel, von Freude und Traurigkeit, von Licht und Schatten, Berg und Tal… Und ich hätte dann endgültig keine Zeit mehr, mich auf die Vorweihnachtszeit zu freuen. Und, was noch schwerer wiegt, ich hätte auch kaum noch einen Anlass dazu. Denn- da würde man ja auch keine trüben Tage mehr erleben, an denen man Sehnsucht verspürt nach mehr Licht und Wärme.

So wünsche ich uns eine gute Balance „zwischen den Zeiten“ und Erlebniswelten.

Herzlich, Ihr Pfarrer Christoph Knoll
 

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Monatsspruch
Mai 2012

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.
(1.Tim 4,4)
Jahreslosung 2012
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(2. Korinther 12,9)
Gedanken zur Jahreslosung
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