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News der Ev.-Luth. Gemeinde

11.07.2016:

Time to say goodbye - Astrid Iwig schaut auf Ihre Arbeit mit der Jungen Gemeinde

6 Jahre – tatsächlich. Im Sommer vor 6 Jahren habe ich im Rahmen eines Praktikums und meiner anschließenden Seminarfacharbeit die Junge Gemeinde Meiningen „übernommen“. Ganz ehrlich, mein Traumjob war das nicht. Ich hatte großen Respekt vor der Arbeit mit Jugendlichen und fühlte mich dem Ganzen nicht gewachsen. Allerdings war es unverhandelbarer Bestandteil meines Studiums und ich hatte das große Glück, dass mein damaliger Mentor Markus Steffen mir zutraute, diese Arbeit von Anfang an selbstständig zu bewältigen – aus meiner Sicht ein großer Vertrauensbeweis.

Tja, da saßen dann also die sogenannten Jugendlichen und sahen mich erwartungsvoll an. Wie ein Mantra sagte ich mir immer wieder die Sätze meiner Dozentin in Gedanken auf:„ In erster Linie müsst ihr authentisch sein. Verstellt euch nicht! Ihr müsst auch keine Animateure sein, nehmt die Jugendlichen einfach ernst und lasst euch auf sie ein und dann schaut was passiert.“ So fing das an mit uns.

Es folgten 6 unvergesslich Jahre voller Freude, tiefer Gedanken, Gebetsgemeinschaften, ernster Gespräche, aber auch ausgelassenen und albernen Situationen mit viel Gelächter. Das Gespräch miteinander, das Zuhören und das zusammen Erleben standen immer im Vordergrund. Nie ging es um Belehrung oder Bekehrung. Scheinbar war es das richtige Rezept, denn es entwickelte sich eine tiefgründige vertrauensvolle Gemeinschaft, die auch schwierige Zeiten überstand und Krisen meisterte. A

nfang dieses Jahres entschied ich mich aus persönlichen Gründen im kommenden Schuljahr die Junge Gemeinde nicht weiter zu führen. Am Ende dieses Sommers werden fast alle Jugendlichen, zumindest vorläufig, Meiningen den Rücken kehren um zum Studium bzw. zum Auslandsaufenthalt aufzubrechen. Die Jugendgruppe, wie sie existiert hat, löst sich quasi auf.

Als mir das bewusst wurde, habe ich mich oftmals dabei ertappt, wie ich zurückschaute und mich an dem erfreute, was alles war: Jugendgottesdienste, Kanufahrten und Klettertour, Freizeit in Hoheneiche, Turmbesteigung, gemeinsames Kochen mit jungen Menschen aus den USA, Spanien, Thailand, Syrien und Israel (kochen und essen haben sowieso eine recht große Rolle gespielt;);) Kinoabende, Offener Adventskalender, Weltgebetstage, unsere kreativen Einlagen zu den Konfigottesdiensten, Kirchentag, Besuche der Jungen Gemeinden in Sülzfeld, bei den Baptisten oder der Jugendkirche in Mühlhausen, Spieleabende, Übernachten im Jugendkeller, gemeinsames Renovieren desselben und vieles andere. Zuletzt waren wir zum Picknick auf der Donopskuppe und im August wollen wir ein letztes Mal die geheimnisvolle Werra mit Kanus erkunden.

Ich habe diese Arbeit unheimlich geliebt und es sind gute und tiefe Beziehungen entstanden im Laufe der Jahre. Doch nun ist es Zeit zu gehen und Platz zu machen für etwas Neues, das wachsen will. Auf mich warten schon neue Aufgaben, auf die ich mich freue. Die Jugendlichen werden ihre Flügel ausbreiten und losfliegen. Ich bin in Gedanken bei ihnen und werde ihren Lebensweg aus der Ferne begleiten.

An dieser Stelle möchte ich Danke sagen für die gemeinsame Zeit. Danke, dass ich von euch so viel lernen durfte. Danke an alle, die stets mit wohlwollendem Blick auf die Arbeit der Jungen Gemeinde geschaut haben. Danke auch an die Eltern für ihr Vertrauen. Danke an die Kollegen, die meine Arbeit unterstützt haben.

Astrid Iwig

"Den Suchenden führte er zur nächsten Station, erklärte nicht, ging mit, war kurz sein Begleiter, dann trennten sich wieder ihre Wege. Doch mit einem Lächeln gingen beide weiter."
(Anna Tomczyk)


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